Ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Hörspiels

 
Die Geburtsstunde des Hörspiels begründeten Radiosendungen, die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts „Theater im Funk“ zu bestimmten Sendezeiten ausgestrahlt wurden. Das Tonbandgerät war noch nicht erfunden, die Aufnahmetechniken ließen zunächst nur einfache Produktionen auf Schallfolien zu, und der Hörspieltext als solcher existierte noch nicht.

 

Der Regisseur griff auf literarische Werke wie etwa ein Prosastück zurück, lies die Handlung von einem allwissenden Erzähler vortragen und gab dem Ganzen einen Anschein von Leben, indem er einzelne Figuren agieren lies und sie mit heute naiv wirkenden Geräuschen unterlegte.

Am 15. Januar 1924 sendete die BBC das Stück des walisischen Autors Richard Hughes, das als das erste Original-Hörspiel in die Geschichte einging: A Comedy Of Danger. Es spielt in einem Bergwerk und war im Grunde nichts anderes als Theater für Blinde.

Die Atmosphäre eines Bergwerkstollens wurde dadurch zu erwecken versucht, indem der Regisseur schlechterdings das Licht ausschaltete und die handelnden Personen im wahrsten Sinne des Wortes im Stollen verschütt gehen lies.

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